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Deutschland erzielt Spitzenplatz in neuer Umfrage über Hygieneverhalten

Wie viele Deutsche waschen sich eigentlich die Hände nach einem Toilettenbesuch? Immerhin 89 Prozent, in Frankreich sind es nur 76 Prozent. Zu diesem und weiteren Ergebnissen kam eine Umfrage über das Hygieneverhalten in Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern. Die Ergebnisse des „Waschraumbarometers“ werden nun anlässlich des Welttoilettentages am 19. November präsentiert.

 

Für das „Waschraumbarometer“ wurden im Oktober 2010 im Auftrag von Tork, einer Marke des Unternehmens SCA Hygiene Products, 2.500 Europäer nach ihrem Hygieneverhalten beim Toilettenbesuch befragt. Wichtiges Ergebnis: Die Deutschen waschen sich nach einem Toilettenbesuch am Arbeitsplatz am häufigsten die Hände – 89 Prozent nach jedem Mal und neun Prozent immerhin meistens.

Laut „Waschraumbarometer“ empfinden 35 Prozent der Deutschen die Toiletten am Arbeitsplatz als unhygienisch. Nur 19 Prozent geben an, dass die Toiletten immer hygienisch sauber sind. Ebenfalls 19 Prozent der Befragten sagen, dass sie die Toiletten am Arbeitsplatz nie benutzen, sondern warten, bis sie nach Hause kommen, oder woanders hingehen. Unsaubere Toiletten werden am Arbeitsplatz auch oft zur Sprache gebracht: 53 Prozent der Deutschen machen Kommentare darüber – nur 16 Prozent würden dies nie tun. 

Die Umfrage zeigt auch, was den Deutschen an einer Toilette am wichtigsten ist: Sie muss sauber sein, gut riechen, mit Flüssigseife und Papierhandtüchern ausgestattet sein, und die Papierkörbe dürfen nicht überlaufen. Nicht so wichtig sind eine möglichst moderne Ausstattung der Toilette, eine abgeschiedene Lage und ein Hygieneschutz für den Toilettensitz.

30 Prozent der Deutschen haben Angst davor, mit unterschiedlichen Krankheiten infiziert zu werden, wenn sie die Toilette am Arbeitsplatz besuchen. Die Meinung des Hygieneexperten von Tork, Marc Münch, dazu: „Eine gute Händehygiene ist entscheidend wichtig für die Gesundheit. Wir fassen uns im Durchschnitt alle vier Minuten an Nase, Augen und den Mund. Auf diesem Wege gelangen die Krankheitserreger an den Händen schnell in die Schleimhäute und gefährden so unsere Gesundheit. In Waschräumen tummeln sich besonders an Spültasten, Lichtschaltern, Wasserhähnen und Handgriffen in der Toilette die Krankheitserreger, die man aber mit gründlichem Händewaschen entfernen kann. Wenn man danach ein Papierhandtuch zum Öffnen der Waschraumtür benutzt, ist eine Ansteckungsgefahr minimal“, sagt Marc Münch weiter.

Im Rahmen der Untersuchung von Tork wurden 280 Deutsche und insgesamt 2.500 Personen in Finnland, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen und Schweden befragt. Der Anteil der befragten Männer und Frauen ist gleich, das Alter der Befragten liegt zwischen 20 und 64 Jahren. 

Richtige Händehygiene hilft Krankheiten vorzubeugen