Mensen in der Hygiene-Kritik
Rund 85 Millionen Mahlzeiten servieren die deutschen Studentenwerke jedes Jahr. Ab und zu hapert es an der Hygiene, wie der „Spiegel“ im August berichtete. Mit professionellen Hygienesystemen und klaren Regeln sind Mensen-Küchenchefs auf der sicheren Seite.
Die Verpflegung von Studenten und Hochschulmitarbeitern ist in Deutschland ein Wirtschaftsfaktor. Nach Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW) betreiben 58 Studentenwerke 823 gastronomische Betriebe von der Mensa bis zur Kaffeebar mit insgesamt 217.865 Sitzplätzen. Rund 85 Millionen Mahlzeiten werden hier jedes Jahr zubereitet.
„Die Studentenwerke gehören mit ihrer Hochschulgastronomie zu den größten Außerhaus- oder Gemeinschaftsverpflegern in Deutschland“, sagt selbstbewusst DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Über den reinen Versorgungscharakter hinaus sind die Mensen der Studentenwerke wichtige Aufenthalts-, Kommunikations- und Regenerationsbereiche.“ Und im gerade beginnenden Semester, in dem „Turbo-Abiturienten“ und junge Männer ohne Wehrpflicht die Hörsäle stärker als sonst füllen, werden sie einen Schub an neuen Kunden erleben.
Wo sich viele Menschen treffen, hat Hygiene oberste Priorität. Eigentlich. „Spiegel Online“ berichtete im August über teilweise eklatante Hygienemängel in deutschen Mensen. „Viele Betriebe nehmen es mit den hygienischen Bestimmungen nicht immer ganz genau“, fasst Autor Marvin Oppong seine Recherchen zusammen.
Zu den Mängeln, die der „Spiegel“ aus den Prüfberichten deutscher Überwachungsämter zitiert, gehören Schimmel im Handwaschbecken, gesundheitlich bedenklicher Schwarzschimmel im Kühlraum, unvollständige Ausstattung wie „Handwaschbecken Wasser warm fehlt“, „Handwaschbecken Desinfektion Spender fehlt“ oder „Flüssigseife und Einmalhandtücher fehlen“ und Verschmutzungen, zum Beispiel ein Cutter mit Fleischresten oder verstopfte Spülmaschinen-Düsen. Dazu kommen organisatorische Verfehlungen wie „Keine Regelung der betrieblichen Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten“ und offen getragener Schmuck in der Küche, fehlende Fliegengitter oder falsch deklarierte Jogurts.
Ein genauer Blick auf die vom „Spiegel“ aufgelisteten Mängel zeigt, dass zwei Dinge die Hauptrolle spielen: fehlende Organisation der Betriebshygiene sowie fehlende Ausstattung oder der falsche Umgang damit. Daraus wiederum folgt: Die richtige Ausstattung am richtigen Ort fördert die Akzeptanz und hilft, die Küche hygienisch einwandfrei zu halten – und so einwandfreie Produktion zu gewährleisten und außerdem schlechte Presse zu vermeiden. Die Spenderlinie Tork Performance für Wisch- und Reinigungstücher beispielsweise setzt nicht nur Maßstäbe in Wirtschaftlichkeit und Funktionalität, sondern hat zudem für ihr Design auf der diesjährigen Messe CMS in Berlin den Purus Award erhalten.
„Das Angebot in den Mensen trägt maßgeblich zum Image eines Hochschulstandortes bei“, sagte Dr. Andrea Diekhof, Geschäftsführerin des Studentenwerks Leipzig, am 14. September 2011 zum Auftakt der der Mensatagung des Deutschen Studentenwerks. Tork fügt hinzu: Hygiene auch.
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