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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Regierung prüft bundesweite „Hygiene-Smileys“ für Gaststätten

Smileys sind heutzutage allgegenwärtig und zum Beispiel aus der Internet-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Bald werden die lachenden Gesichter womöglich auch den Hygienezustand von gastronomischen Betrieben anzeigen. Ob das Smiley-System nach dänischem Vorbild verpflichtend wird, entscheidet das Bundesministerium für Verbraucherschutz.

In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin weisen bereits Smileys auf die einwandfreie Hygiene eines Restaurants hin. Auf diese Weise werden die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen transparent – bisher wurden sie nicht öffentlich gemacht. „Transparenz schafft Vertrauen“, sagt dazu der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel.

Die Hygienekontrollen in diesen Ländern erfolgen unangekündigt. Bleiben die Tests ohne negative Auffälligkeiten, bekommt der Betreiber ein Hygiene-Zertifikat sowie einen auffälligen Aufkleber mit Smiley für den Eingangsbereich. Der Hygienestatus eines Restaurants wird dabei unter anderem anhand der Arbeitsflächen und der Händehygiene der Mitarbeiter festgestellt.

Dänemark hat das Smiley-System schon vor zehn Jahren eingeführt, dort hat es sich etabliert und bewährt. Die dänischen Kontrolleure verteilen jedoch nicht nur eine Reihe von stark bis schwach lachenden, sondern auch traurige Smileys. Damit wird es auch öffentlich, wenn einem Betrieb aufgrund starker Beanstandungen ernste Folgen drohen.

Das bisher konsequenteste deutsche Modellprojekt läuft in Berlin-Pankow. Neben der Vergabe von Smileys werden dort sowohl die positiven als auch negativen Ergebnis-Listen der Lebensmittelhygiene-Kontrollen im Internet veröffentlicht – mit Erfolg. Die Verbraucher orientieren sich daran, und die Kontrolleure registrieren einen allgemein besseren Hygienezustand. Die Zahl der Betriebsschließungen nach Hygienekontrollen ist in Pankow nachweislich gesunken.

Natürlich gibt es auch Kritik. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) beispielsweise hält dem Modell in einer Pressemitteilung entgegen, man solle prüfen, ob eine konsequente Anwendung der bisherigen Richtlinien und Sanktionsmöglichkeiten nicht reicht, bevor „fragwürdige emotionalisierende, kostenintensive und wettbewerbsverzerrende Systeme“ eingeführt werden. Existenzen und Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel, wenn Betriebe leichtfertig an den öffentlichen Pranger gestellt werden. Grinsende und weinende Smileys seien zudem nicht das geeignete Mittel, um komplexe Kontrollergebnisse zu erfassen, und es gebe zu wenige Kontrolleure, um eine flächendeckende Überprüfung zur gleichen Zeit zu gewährleisten. Das Fehlen eines Smileys könne bereits als Negativbewertung eingeschätzt werden.

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz verneint allerdings die behauptete Prangerwirkung und spricht sich für eine Lebensmittelhygiene-Kontrolle mit bundesweit einheitlichen Standards aus. Bis Ende des Jahres sollen die Landesministerien Vorschläge für einen allgemeinen Rechtsrahmen einreichen.

Ob das System also deutschlandweit kommt oder nicht – schon heute ist es einfach, mit den richtigen Hygieneprodukten alles im grünen Bereich zu halten. Die richtigen Hygienesysteme für die Küche, den Gastraum und die Waschräume erleichtern die Prozesse, unterstützen die Einhaltung der Vorschriften und sparen Zeit und Geld. Mit den Wisch- und Reinigungstuch- sowie Waschraumsystemen von Tork (Tork Performance und Tork Elevation) sind Gastronomen auf der sicheren Seite – damit Hygiene nicht zum lokalen Politikum wird. Und weil zur perfekten Hygiene immer auch die Händehygiene gehört, gibt Tork Tipps zum richtigen Händewaschen und -trocknen.

Gaststätte

Quellen: www.gruene.landtag.nrw.de, www.hygiene-smiley.de, www.berlin.de/ba-pankow

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