Die Welt der Hygiene ist voller überraschender Fakten. Wir liefern Ihnen Gesprächsstoff für den nächsten Hygiene-Small-Talk. Diesmal: Was ist Schlafhygiene?
Die Technik, die einen gesunden Schlaf ermöglicht. Denn eine erholsame Nachtruhe ist für fast ein Drittel der Menschen nicht selbstverständlich. „Von chronischen behandlungsbedürftigen Schlafstörungen sind zirka zehn Prozent der Bevölkerung betroffen“, schreibt Tilmann Müller, Psychotherapeut an der Sektion Schlafmedizin der Universitätsklinik Münster, auf www.schlafgestoert.de. „Weitere 20 Prozent gehören zur Risikopopulation schlechter Schläfer, die eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung einer chronischen Schlafstörung haben.“
Mit einigen festen Regeln lassen sich die Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen, gezielt reduzieren. Dazu gehören:
Gewohnheit. Regelmäßige Aufsteh- und Bettzeiten (auch am Wochenende) mit Abweichungen von höchstens einer halben Stunde helfen dem Körper, seine Rhythmen zu wahren.
Keine Stimulanzien. Getränke oder Medikamente mit Koffein können den Schlaf beeinträchtigen, wenn sie drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen getrunken oder eingenommen werden. Auch Zigaretten wirken anregend. Wer Alkohol getrunken hat, schläft zwar zunächst leichter ein, aber dann unruhiger.
Kein Sport. Jedenfalls nicht sechs Stunden vor dem Zubettgehen. Regelmäßiger Sport am Tag dagegen fördert den Schlaf.
Richtig zu Abend essen. Volle Mahlzeiten oder schweres Essen am Abend können den Schlaf behindern. Leichte Mahlzeiten oder Milchprodukte wirken dagegen schlaffördernd.
Wohlfühlen. Wer bequem und warm zugedeckt in einem kühlen, dunklen Raum liegt, hat gute Chancen, gut zu schlafen. Zur Not helfen schwarze Vorhänge gegen Straßenlaternen oder leise Musik gegen Lärm.
Entspannung. Wer Stress oder Sorgen mit ins Bett nimmt, schläft schlechter. Entspannungsübungen oder das Aufschreiben von Problemen und ihren möglichen Lösungen können helfen.
Wer trotz alledem dauerhaft schlecht schläft, sollte sich professionellen Rat holen. Oder sich überlegen, wie eigentlich der Tag aussieht. Denn, so Tilmann Müller: „Nur ein aktiv gestaltetes Wachleben mit Arbeit, Hobbys, Interessen usw. kann zu einem erholsamen Schlaf beitragen.“
Quellen:
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